Sucharten

Was bedeutet Flächensuche?

 

 

Die Suche nach einem oder auch mehreren vermissten Menschen in unterschiedlichsten Umgebungen. Dabei kann es sich um schwer zugängliches Gelände wie Schluchten, Wald auch mit dichtem Unterbewuchs, Dornenhecken, schwer zugängliche See- und Bachufer  aber auch um besiedeltes Gebiet handeln.Der Flächensuchhund ist bei seiner Arbeit nicht angeleint, trägt kein Halsband, ist jedoch durch eine Kenndecke als Rettungshund gekennzeichnet. Dabei sucht der Hund weitgehend selbständig. Der Hundeführer muss dabei die Übersicht bewahren, um sicher zu sein das gesamte zugewiesene Gebiet abgesucht zu haben. Dazu gehört die Beurteilung von Richtung und Stärke des Windes, Auf- und Abwinden an Hängen und Bodenvertiefungen u.v.a. um seinem Hund die Suche optimal zu ermöglichen. Der Flächensuchhund verweist jede Person, die sich im Suchgebiet aufhält. Der vermisste Mensch kann sich in liegender oder sitzender Position befinden aber auch sich fortbewegende Personen werden angezeigt, sofern sie sich ausserhalb des Sichtfeldes des Hundeführers befinden. Wir kennen 3 unterschiedliche Anzeigemethoden: Verbeller und Rückverweiser .

Was bedeutet Trümmersuche?

 


Die Arbeit als Trümmersuchhund zählt zu den schwierigsten Formen der Rettungshundearbeit. Der Katastrophen- oder Trümmerhund muss den Geruch lebender Menschen aus einer Vielzahl unterschiedlichster anderer Gerüche herausfiltern, wobei die zu suchenden Menschen unter meterdicken Trümmerschichten verschüttet sein können. Der Trümmerhund zeigt seinen Fund durch bellen und scharren an. Diese Anzeige lebender Menschen muss ein höchstes Mass an Zuverlässigkeit aufweisen, da die anschliessenden Rettungsarbeiten äusserst aufwändig und zeitraubend sein können. Da in solchen Schadensstellen komplex zu beurteilende Wind- und Thermikverhältnisse die Anzeige des Trümmerhundes entscheidend beeinflussen können, muss das Trümmerteam intensiv vorbereitet werden.

 


Was bedeutet Personenspürhund / Mantrailer ?



Ein Mantrailer-Hund verfolgt die individuelle Geruchsspur eines ganz bestimmten Menschen.  Im Gegensatz zum Fährten (Tracking) folgt der Hund dabei nicht den Bodenverletzungen,  sondern den Geruchspartikeln die der Gesuchte hinterlassen hat. Dabei kann der Hund dem Gesuchten auf dessen Spur oder auch viele Meter davon versetzt folgen, je nach Gelände, Wetterlage oder der individuellen Präferenz des Hundes.Der Hund kann diesen individuellen Geruch von allen anderen auf ihn einwirkenden Gerüchen unterscheiden (scent discrimination) und damit dem gesuchten Menschen auch durch Menschen- ansammlungen, Bahnhöfen, Einkaufszentren, aber auch durch Feld und Wald folgen.

Was bedeutet Leichenspürhund ?

 

Diese Hunde zeigen ihrem Hundeführer durch kratzen und/oder beißen auch mit Körperausscheidungen behaftete Gegenstände und Flächen an. Selbst wenn Flächen wo vorher eine Leiche lag gründlich gereinigt wurden, kann der Hund dies noch riechen.  Auch Leichenteile oder Leichen die sich in Ufernähe jedoch unter Wasser befinden, zeigen diese Spürhunde an. Leichenspürhunde gibt es nicht viele. Die Hunde können ihre Nase nur über eine begrenzte Zeitspanne intensiv einsetzen, daher werden von einem Hundeführer zwei Hunde geführt und nacheinander eingesetzt.